Aktuelles

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Podiumsdiskussion

15.06.2015

Positive Resonanz auf Thüringer Maschinenbautag am 10.06.2015

 

Industrie 4.0 ist keine Zukunftsvision mehr, sondern Wirklichkeit. Schon heute lassen sich in der Produktion und industriellen Wertschöpfung signifikante Vorteile erzielen, immer dort, wo es möglich ist. Dabei ist für die erfolgreiche Umsetzung und Weiterentwicklung von Industrie 4.0 ein evolutionärer Ansatz entscheidend. Doch wie kann Industrie 4.0 in der Praxis implementiert werden? Welche neuen Funktionen und Lösungen werden benötigt und welche sind schon heute einsetzbar? Wie kann ein dynamischer Umsetzungsprozess in Industrieunternehmen gewährleistet werden? Und wie funktioniert Industrie 4.0 im Sinne einer modernen Fertigung konkret in der Praxis?

Auf all diese Fragen gab der Thüringer Maschinenbautag 2015 unter dem Motto „Industrie 4.0 - Herausforderung für den Thüringer Maschinenbau“, als Begleitveranstaltung der Messen Rapid.Tech & FabCon 3.D, am 10. Juni 2015, auf der Messe Erfurt erste Antworten. Veranstalter war das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) in Partnerschaft mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen) und der Messe Erfurt GmbH.

Rund 120 Teilnehmer informierten sich über neueste Entwicklungen und Trends zum Thema Industrie 4.0. In Vorträgen, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion präsentierten Experten aus Industrie und Wissenschaft konzeptionelle, empirische und quantitative Beiträge aus vielfältigen Themenfeldern, wie beispielsweise:
• Horizontale Integration über die Wertschöpfungsketten und Netzwerke
• Digitale Durchgängigkeit des Engineerings über die Wertschöpfungsketten 
• Vertikale Integration und vernetzte Produktionssysteme
• Technologie Cyber-Physical-Systems.

In einer veranstaltungsbegleitenden Kooperationsbörse und Posterschau fanden Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre Arbeitsstände im Bereich Industrie 4.0 zu präsentieren und auszutauschen.
 
Durch die Veranstaltung führte Prof. Dr. Jean Pierre Bergmann, Leiter des Arbeitskreises „Industrie 4.0“ am ThZM. In seine Begrüßungsrede betonte er: „Die Industrieunternehmen in Thüringen, quer durch alle Branchen, stehen vor großen Herausforderungen. Wir brauchen die neuen Technologien, Produkte und Prozesse des Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbaus, um sie bewältigen zu können“.

Als "keynote speaker" referierte Markus Rehm, Geschäftsführer der Deckel Maho Seebach GmbH.

Bildquelle ThZM, Geschäftsführer Markus Rehm, Deckel Maho Seebach GmbH; Prof. Jean Pierre Bergmann, TU Ilmenau

Am konkreten Beispiel „Industrie 4.0 mithilfe von CELOS - Von der Idee zum fertigen Produkt“, berichtete er über die sich aus Industrie 4.0 ergebenden unternehmerischen Gestaltungsaufgaben aus betriebswirtschaftlicher und technischer Sicht.

Alle Teilnehmer am Thüringer Maschinenbautag 2015 waren sich nach den überaus interessanten Redebeiträgen, anschaulichen Präsentationen und den vielen anregenden Diskussionen einig, dass es notwendig ist, die Flexibilität von Produkten und Produktionsprozessen systematisch durch Vernetzung, dezentrale Steuerungsmechanismen sowie intelligenter Datenaufnahme und Integration zu erhöhen.

Industrie 4.0 geht damit über das Internet der Dinge und Dienste hinaus und bezieht sich auf alle Ebenen produzierender Unternehmen vom Management über Organisation und Planung bis zur Schaffung von Standards. Die Menschen stehen dabei im Zentrum der Vernetzung über ihren gesamten Lebenszyklus und dies in stetem Austausch mit Kunden, Lieferanten und dem Markt.

Der ThZM-Arbeitskreis Industrie 4.0 wird künftig zu einem Beratungs- und Kompetenzzentrum Industrie 4.0 für die Thüringer Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbauer entwickelt werden.

 

 

Bildquelle: ThZM