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Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau Dezember und 2025 gesamt – Leichte Erholung und ein wenig Optimismus

04.02.2026

Politik & Wirtschaft

Die Maschinenbauindustrie in Deutschland hat das Jahr 2025 mit Auftragsbüchern auf Vorjahresniveau abgeschlossen; in Summe ergab sich ein reales Nullwachstum der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ergebnis wurde getrieben durch ein Orderplus von 7 Prozent aus den Euro-Partnerländern. Die Bestellungen aus dem Inland (minus 1 Prozent) und aus dem Nicht-Euro-Ausland (minus 2 Prozent) waren im Gesamtjahr 2025 dagegen rückläufig.

Im Berichtsmonat Dezember gingen die Auftragseingänge um real 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Treiber war hier ein Minus von 11 Prozent aus dem Nicht-Euro-Ausland, teilweise zu erklären durch Großaufträge im Vorjahresmonat. Aus den Euro-Ländern wurde ein Bestellrückgang von 3 Prozent verbucht, womit die Auslandsorders insgesamt um 9 Prozent sanken. Die Bestellungen aus dem Inland legten dagegen um 7 Prozent zum Vorjahr zu.

Die Anzeichen auf eine konjunkturelle Bodenbildung für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland verdichten sich. Das zeigt sich in der Auftragsstagnation auf Jahressicht sowie insbesondere in den wachsenden Bestellungen im vierten Quartal. Für 2026 prognostizieren wir daher unverändert ein kleines Plus in der Produktion von real 1 Prozent. Darüber hinaus liegt es an der Politik, strukturelle Reformen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts einzuleiten, die ein nachhaltiges und höheres Wachstum ermöglichen,

sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Das vierte Quartal 2025 brachte ein Plus von real 3 Prozent in die Auftragsbücher. Bestellungen aus dem Inland blieben in diesem Zeitraum konstant zum Vorjahr. Aus dem Ausland kamen 4 Prozent mehr Orders (Euro-Länder: minus 2 Prozent, Nicht-Euro-Länder: plus 6 Prozent).

Insgesamt hat sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau zuletzt leicht aufgehellt. Laut der im Januar durchgeführten VDMA-Konjunkturerhebung bewerten knapp 30 Prozent der insgesamt 962 Unternehmen die aktuelle Lage als „sehr gut“ oder „gut“. In der vorangegangenen Umfrage aus dem Oktober lag dieser Wert noch bei 23 Prozent. Weniger als ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) gibt dagegen das Urteil “schlecht” oder “sehr schlecht” ab (Oktober-Umfrage: 33 Prozent). Auch die Aussichten haben sich spürbar verbessert. Fast jedes dritte Unternehmen (30 Prozent) ist optimistisch mit Blick auf die nächsten 6 Monate (Oktober: 21 Prozent). Lediglich 9 Prozent erwarten eine Eintrübung der Lage.

Dies wirkt sich auch auf den Blick nach vorne aus: Für das laufende Jahr rechnen rund 57 Prozent der Unternehmen mit einer nominalen Umsatzsteigerung, knapp 29 Prozent sehen eine Stagnation als realistisch an und weniger als 15 Prozent erwarten einen Umsatzrückgang.

Es bewerten mehr Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als positiv im Vergleich zu den negativen Einschätzungen. Zuletzt war dies im Frühjahr 2024 der Fall. Das ist ein hoffnungsvolles Zeichen – mehr jedoch nicht. Die Unsicherheit bleibt hoch und die Stimmung auch mit Blick auf die fragile Entwicklung in zentralen Kundenbranchen und Absatzregionen angespannt,

resümiert Dr. Gernandt.

Quelle: © VDMA e. V.

Haben Sie noch Fragen? Dr. Johannes Gernandt, VDMA-Chefvolkswirt, Telefon 069 6603 1829, johannes.gernandt@vdma.org, beantwortet sie gerne.

Der VDMA vertritt 3500 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung und Mittelstand. Die Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 3 Millionen Menschen in der EU-27, davon mehr als 1,2 Millionen allein in Deutschland. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau unter den Investitionsgüterindustrien der größte Arbeitgeber, sowohl in der EU-27 als auch in Deutschland. Er steht in der Europäischen Union für ein Umsatzvolumen von geschätzt rund 870 Milliarden Euro. Rund 80 Prozent der in der EU verkauften Maschinen stammen aus einer Fertigungsstätte im Binnenmarkt.