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Crimpverbindungen zuverlässig bewerten: Workshop zu modernen Prüfmethoden in der GFE Schmalkalden

05.10.2026

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Wie lässt sich die Qualität von Crimpverbindungen zuverlässig bewerten und welche Möglichkeiten bieten moderne Analysetechniken für die industrielle Qualitätssicherung? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich ein praxisorientierter Workshop des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau – von Experten für Experten.

Gastgeber der Veranstaltung war die GFE – Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V. Mit dem im Haus angesiedelten Crimplab bietet die GFE eine besondere Umgebung, um aktuelle Fragestellungen rund um Crimptechnik, Prüfung und Qualitätssicherung praxisnah zu betrachten.

Der Workshop hatte einen hohen Praxisbezug und richtete sich insbesondere an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Qualität, Qualitätsmanagement und Entwicklung Thüringer Unternehmen. Sie alle teilen die Herausforderungen, in ihren Fertigungsprozessen Crimpverbindungen prüfen und bewerten zu müssen. Daher auch das große Interesse an innovativen Möglichkeiten, Prüf- und Analyseprozesse effizienter, objektiver und reproduzierbarer zu gestalten.

Andrea Weyh von der Crimp Akademie vermittelte wichtige Grundlagen rund um die Crimptechnik und ging auf die Bedeutung von Qualifizierung und Fachwissen für eine zuverlässige Crimpqualität ein, denn eine stabile Prozessqualität beginnt nicht erst bei der Prüfung, sondern bereits bei einem fundierten Verständnis des Crimpprozesses.

Ulrich Fischer von der Komax SLE GmbH stellte innovative Analysetechniken vor. Dabei ging es um moderne Möglichkeiten, Crimpverbindungen gezielt zu untersuchen und Qualitätsmerkmale objektiv zu erfassen. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in aktuelle technische Ansätze und deren Anwendungsmöglichkeiten in der industriellen Praxis.

Dr. Daniel Garten von der GFE Schmalkalden ergänzte die thematischen Vorträge und legte den Schwerpunkt auf die automatisierte Schliffbildanalyse. Er widmete sich der Frage, wie sich die Auswertung von Crimp-Schliffbildern durch digitale und automatisierte Verfahren effizienter und reproduzierbarer gestalten lässt – eine wichtige Grundlage für eine moderne und datenbasierte Qualitätssicherung.

Neben den Fachvorträgen bot der Workshop vor allem eines – viel Raum für Erfahrungsaustausch und das Testen an Analysetechnik, die Ulrich Fischer eigens mit nach Schmalkalden gebracht hatte. Die Teilnehmer konnten an realen Aufnahmen Crimpverbindungen analysieren und mit Beispielen aus ihren eigenen Prüfprozessen vergleichen oder neue Anstöße in ihr Unternehmen mitnehmen. Deutlich wurde aber auch, dass für eine zuverlässige Crimpqualität am Ende immer noch das Urteil eines qualifizierten Mitarbeiters ausschlaggebend ist, dass jedoch moderne Analysetechnik die Voraussetzung für eine systematische und datenbasierte Qualitätssicherung ist.