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Der Industrie Podcast des VDMA: Weiße Flecken auf der Weltkarte – der Weg zu neuen Märkten
25.02.2026
In einer Welt, die davon geprägt ist, dass neue Machtzentren entstehen und ständig neue Allianzen gebildet werden, müssen sich gerade exportstarke Länder und Unternehmen möglichst breit aufstellen. Dies umso mehr, als Zölle und andere Handelshemmnisse weltweit die Geschäfte immer mehr erschweren.
Wir dürfen nicht zu sehr von einzelnen Märkten abhängig sein und deshalb ist eine Diversifizierung so wichtig,
erläutert VDMA-Vizepräsident Alexander Jakschik in der neuen Folge des Industrie Podcast des VDMA: „Weiße Flecken auf der Weltkarte – der Weg zu neuen Märkten“. Auch die wachsende Zahl von sogenannten „Local Content“-Vorgaben zwingt die Unternehmen, sich stärker in wichtigen Märkten mit eigenen Werken zu positionieren, ergänzt Dr. Alexander Koldau, Experte der VDMA Außenwirtschaft für den Nahen Osten und Nordafrika sowie für Auslandsmessen.
Auch viele Kunden der Maschinenbaufirmen eröffnen weltweit neue Standorte und erwarten von ihren Zulieferern und Komponentenlieferanten, dass sie in der Nähe sind,
ergänzt er.
Neue Märkte zu erschließen ist jedoch gerade für kleinere Industriebetriebe eine große strategische Herausforderung, die oft nur mit Hilfe externer Fachleute gelingt.
Man kann in einem neuen Land komplett bei null starten und alles selbst machen. Aber das ist ein sehr zäher und steiniger Weg,
erläutert Jakschik. Leichter geht es oft über Händler, die vor Ort etabliert sind.
Aber man muss immer Geduld mitbringen und das richtige Verständnis für den Markt entwickeln,
betont der VDMA-Vizepräsident. Auch der Umgang zum Beispiel mit den lokalen Behörden kann zu einer Bewährungsprobe werden.
Wichtig ist, dass man dafür ausreichend Managementkapazitäten vorsieht, das kann man nicht einfach nur so nebenher machen,
sagt Dr. Koldau.
Es braucht Erfahrung, interkulturelle Kompetenzen und eine gewisse Frustrationstoleranz.
Gefragt ist auch die Politik, um die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Markterschließung zu setzen, betonen die beiden VDMA-Fachleute. Dazu gehört insbesondere die Bekämpfung von Handelshürden wie zum Beispiel Zölle. Auch eine Stärkung der Finanzmittel für die Außenwirtschaftsförderung wäre, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, dringend geboten – ebenso wie eine Ausweitung der Exportfinanzierung. Der VDMA unterstützt seine Mitgliedsfirmen bei der Erschließung neuer Märkte mit verschiedenen Informationsquellen, etwa Datenbanken zu technischen Regelwerken oder spezifischen Länderinformationen sowie mit seinen Länderexperten in der VDMA-Außenwirtschaft.
Mehr Informationen finden sich auf der VDMA-Webseite: Internationale Marktdiversifizierung – vdma.eu – VDMA
Die neue Folge des Industrie Podcast des VDMA ist auf Spotify, Apple Podcast, Podigee und RTL+ verfügbar.
Quelle: © VDMA e. V.
Der VDMA vertritt 3500 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung und Mittelstand. Die Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 3 Millionen Menschen in der EU-27, davon mehr als 1,2 Millionen allein in Deutschland. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau unter den Investitionsgüterindustrien der größte Arbeitgeber, sowohl in der EU-27 als auch in Deutschland. Er steht in der Europäischen Union für ein Umsatzvolumen von geschätzt rund 870 Milliarden Euro. Rund 80 Prozent der in der EU verkauften Maschinen stammen aus einer Fertigungsstätte im Binnenmarkt.
