Aktuelles
Kick-off zum gemeinsamen Projekt FGMTemp der Hochschule Schmalkalden mit der HAW Kiel
13.07.2026
FGMTemp ist ein Forschungsprojekt des ThZM zur Optimierung der Werkzeugtemperierung im Spritzgießprozess mittels innovativer additiver Fertigung. Konventionelle Kühlmethoden (wie gebohrte Kanäle oder Kupfereinsätze) stoßen bei komplexen Bauteilen an ihre Grenzen. Sie kühlen oft ungleichmäßig, verursachen mechanische Schwachstellen, Hot Spots oder sind wartungsintensiv. Mithilfe von Laser-Pulver-Auftragsschmelzen (LPA) werden Werkzeugkomponenten aus funktional gradierten Materialien (FGM) hergestellt. Dabei werden unterschiedliche Metalle (z. B. hochfester Stahl und hochwärmeleitfähiges Kupfer) im Aufbauprozess fließend und miteinander kombiniert. Die Wärmeleitfähigkeit wird so lokal genau dort erhöht, wo die größte Hitze entsteht. Das Verfahren soll eine schnellere und homogenere Abkühlung der Kunststoffschmelze ermöglichen. Dies führt zu kürzeren Zykluszeiten, einer höheren Bauteilqualität und einer gesteigerten Energie- und Ressourceneffizienz bei reduziertem Wartungsaufwand.
Der Kick-off bot die Gelegenheit für das gegenseitige Kennenlernen der Projektpartner Prof. Alexander Mattes und Thore Gericke der HAW Kiel und Prof. Thomas Seul, Zoe Strunk und Stefan Kaiser von der Lehr- und Forschungsgruppe Angewandte Kunststofftechnik der Hochschule Schmalkalden. Im Rahmen des Treffens wurden erste Arbeiten und Projektansätze von beiden Seiten vorgestellt. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung und Vorführung der DED-Anlage (Directed Energy Deposition), die spannende Einblicke in die angewandten Fertigungsprozesse ermöglichte.
Über das Projekt:
FGMTemp ist ein Projekt der Industriellen Gemeinschaftstforschung IGF, initiiert von der Forschungsgemeinschaft Deutscher Werkzeug- und Formenbauer FDWF e. V.
Additiv gefertigte Werkzeugkomponenten mit funktional und lokal gradierten Materialübergängen und Wärmeleiteigenschaften zur ressourceneffizienten Werkzeugtemperierung (FGMTemp)
Laufzeit: 01.02.2026 – 31.01.2028 (24 Monate), Förderprogramm: IGF Industrielle Gemeinschaftsforschung
Förderträger: DLR / BMWE – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Förderkennzeichen: 01F24701N



