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Maschinenbau sieht sich digital auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb

22.04.2026

Politik & Wirtschaft

Die Digitalisierung hat im Maschinen- und Anlagenbau eine neue Reife erreicht: Sie wird zunehmend strategisch gesteuert und ist in der Mehrheit der Unternehmen fest in der Unternehmensführung verankert. Das zeigt die aktuelle Umfrage des VDMA Informatik unter 248 Mitgliedsunternehmen.

Prof. Claus Oetter, Leiter der Abteilung Informatik und Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung sagt:

Der Maschinen- und Anlagenbau hat sich im digitalen Wettbewerb gut positioniert. 74 Prozent der Unternehmen sehen sich digital mindestens auf Augenhöhe mit ihren Mitbewerbern. Davon sehen sich 32 Prozent sogar besser aufgestellt. Das ist ein starkes Ergebnis. Nicht die Technologie entscheidet – sondern die Fähigkeit, sie wirksam in die Organisation zu bringen.

Sechs von zehn Unternehmen verfügen demnach bereits über eine Digitalisierungsstrategie, weitere 19 Prozent planen eine solche bis Ende 2026. Gleichzeitig zeigt die Umfrage aber auch, dass 22 Prozent der Unternehmen bislang ohne klare strategische Leitplanke in ihrer Digitalisierung agieren. Gerade in einem Umfeld aus Kostendruck, Fachkräftemangel und globalem Wettbewerb wird fehlende strategische Orientierung zunehmend zum Risiko.

Die strategische Verankerung digitaler Transformation ist abhängig von der Unternehmensgröße,

erklärt Guido Reimann, stellv. Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung und Leiter des Kompetenznetzwerks Künstliche Intelligenz.

Während bei Großunternehmen ab 3000 Beschäftigten 83 Prozent eine Digitalisierungsstrategie haben, sind es bei kleinen Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten 53 Prozent. Bei Unternehmen mit 250 bis 999 Mitarbeitenden verfügen bereits 73 Prozent über eine Digitalisierungsstrategie.

Die Umfrage macht ebenso deutlich:
Nicht-technische Herausforderungen bereiten meistens die größten Schwierigkeiten. IT-Security-Anforderungen (60 Prozent), Change Management (47 Prozent), Umsetzungsgeschwindigkeit (44 Prozent) sowie personelle (42 Prozent) und finanzielle Ressourcen (34 Prozent) sind die größten Hürden für eine erfolgreiche Digitalisierung. Aber auch gesetzliche Vorgaben wie Datenschutz (32 Prozent) und gesetzliche Vorgaben (26 Prozent) stellen für die Unternehmen zunehmend Probleme bei der Umsetzung dar.

Das verdeutlicht, dass die digitale Transformation im Maschinen- und Anlagenbau längst mehr als eine rein technische Herausforderung ist,

betont Prof. Claus Oetter.

Es braucht einen sinnvollen und innovationsfördernden Regulierungsrahmen sowie weniger Bürokratie, damit die Unternehmen in der Lage sind, sich auch weiterhin am Weltmarkt zu behaupten.

Die Ergebnisse der Umfrage „Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau 2026“ und weiterführende Materialien stehen hier zum Download bereit:

https://www.maschinenbau-thueringen.de/wp-content/uploads/26-04-21-Management-Summary-DigiStudie_HM26.pdf

https://www.maschinenbau-thueringen.de/wp-content/uploads/26-04-21-Charts-DigiStudie_HM26.pdf 

 

Quelle: © VDMA e. V.

Haben Sie noch Fragen? Stephanie Schubert, Referentin Software und Digitalisierung, Telefon 069 6603 1175, stephanie.schubert@vdma.eu, hilft Ihnen gerne.

Der VDMA vertritt 3500 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung und Mittelstand. Die Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 3 Millionen Menschen in der EU-27, davon mehr als 1,2 Millionen allein in Deutschland. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau unter den Investitionsgüterindustrien der größte Arbeitgeber, sowohl in der EU-27 als auch in Deutschland. Er steht in der Europäischen Union für ein Umsatzvolumen von geschätzt rund 900 Milliarden Euro. Rund 80 Prozent der in der EU verkauften Maschinen stammen aus einer Fertigungsstätte im Binnenmarkt.