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ThZM-Statusworkshop 2026: Fokus auf Innovationen, Investitionen und künftige Ausrichtung
26.03.2026
Am 25. März 2026 fand der jährliche Statusworkshop des Thüringer Zentrums für Maschinenbau an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena statt. 17 Teilnehmende aus den fünf Partnereinrichtungen sowie Vertreter der Thüringer Aufbaubank und des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch.
Im Mittelpunkt standen die Fortschritte des aktuellen dritten Förderzeitraums. Deutlich wurde: Die Investitionen der vergangenen Jahre – im Umfang von mehreren Millionen Euro – flossen gezielt in den Ausbau moderner Forschungs- und Technologiebasis, z. B. in den Bereichen Analytik und Qualitätssicherung, Präzisions- und Werkzeugtechnologien, additive Fertigung sowie digitale und vernetzte Produktionssysteme. Diese Infrastruktur schafft die Grundlage dafür, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen.
Ergänzend wurde deutlich, wie stark der Transfergedanke im ThZM verankert ist: Ergebnisse aus der Forschung werden gezielt in Richtung Anwendung weiterentwickelt und gemeinsam mit Unternehmen erprobt. Dabei spielt auch das geplante ZIM-Innovationsnetzwerk zur menschenzentrierten Automatisierung eine wichtige Rolle, indem es Kooperationen initiieren und KMU den Zugang zu Förderprojekten erleichtern soll. Darüber hinaus organisiert das ThZM zahlreiche Fachveranstaltungen und wirkt aktiv an deren Gestaltung mit, bei denen der Transfer und die Vernetzung zwischen Industrie und Forschung sowie die konkreten Herausforderungen Thüringer Unternehmen im Mittelpunkt stehen – etwa beim jährlich stattfindenden Thüringer Maschinenbautag, der Veranstaltungsreihe „Industrieforum Smarte Fertigung“ oder dem ThZM-Netzwerkforum.
Zugleich unterstreicht die Entwicklung der vergangenen Jahre die Rolle des ThZM als etablierter Entwicklungs- und Innovationspartner für das produzierende Gewerbe in Thüringen. Seit Projektbeginn im Jahr 2013 wurden in Kooperation mit mehr als 220 Unternehmen über 330 Projekte erfolgreich umgesetzt und dabei Drittmittel in Höhe von mehr als 90 Mio. €, größtenteils aus Bundesmitteln, eingeworben.
Perspektiven und strategische Weiterentwicklung
Neben dem Rückblick spielten die Perspektiven des ThZM eine zentrale Rolle. So hat das Zentrum bereits jetzt den Prozess der strategischen Weiterentwicklung begonnen. Neben den aktuellen globalen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen – wie zunehmende Handelshemmnisse und veränderte Marktbedingungen – will sich das ThZM insbesondere an den Bedarfen der Thüringer Unternehmen orientieren. Diese liegen vor allem in der Steigerung der Prozesseffizienz zur Bewältigung des wachsenden Kostendrucks, in der weiteren Digitalisierung und Automatisierung von Produktionsprozessen sowie in der Erschließung neuer Märkte und der stärkeren Kooperation innerhalb der Region. Darüber hinaus rücken die Entwicklung neuer Produkte und Services sowie der Transfer von Innovationen in schnell nutzbare Anwendungen weiter in den Fokus. Auch das Thüringer Wirtschaftsministerium bewertete den Ansatz des ThZM, sich konsequent an den Bedarfen der Unternehmen zu orientieren, als zielführend und begrüßte den angestoßenen Strategieprozess.
Die langfristige Zukunft des ThZM nach 2028 ist derzeit noch offen und wird aktiv weitergedacht. Umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit mit Thüringer Unternehmen, um frühzeitig gemeinsam Perspektiven und tragfähige Strukturen für die Zeit danach zu entwickeln. Das ThZM versteht sich dabei weiterhin als zentraler Partner der Wirtschaft und als Plattform für Innovation, Vernetzung und praxisnahe Forschung. Unternehmen sind eingeladen, sich mit ihren Bedarfen und Ideen einzubringen und die weitere Entwicklung aktiv mitzugestalten, um den Innovations- und Wirtschaftsstandort Thüringen nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig wird die Arbeit des ThZM von Politik, Fördermittelgebern und Wirtschaft durchweg positiv bewertet und als wichtiger Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Region angesehen.
Bilder: Statusworkshop | © ThZM; Reinraum der EAH | © Prof. Stefan Roth



